A Northern Irish Journal

"I should ask for no better place to live in."
C.S. Lewis

Montag, 23. April 2012

Lang, lang ist's her...

Ich bitte vielmals um Entschuldigung für meine fürchterliche Nachlässigkeit... Ich weiß, es ist viel zu lange her und wahrscheinlich kann es auch keine noch so gut Ausrede wieder gut machen. Dennoch habe ich das Gefühl, mittlerweile an dem Punkt zu sein, an dem es ziemlich normal ist, hier in Nordirland zu sein. Natürlich war es vorher schon Teil des Alltags, doch das jetzt ist noch mal irgendwie ein Schritt weiter. Umso komischer, dass es in zehn Wochen schon wieder zurück geht - unheimlich kurz, wenn man so darüber nachdenkt, unheimlich lang, wenn man bedenkt was in der Zeit alles noch passiert.

Aber erst mal ein bisschen dazu, was so passiert ist, während der letzten Zeit:
Die ersten beiden Aprilwochen hatten wir frei und ich durfte drei ganz wundervolle Wochen mit Besuch verbringen - zwei Wochen Josi UND zwei Wochen Mama und Frank, wie verwöhnt ich doch bin! (Und verwöhnt wurde ich während der Zeit tatsächlich; mit regelmäßigem, selbst gekochtem Essen, Einkaufen außerhalb der Reduziert-Abteilung und zahlreichen Ausflügen in einem fünf-türigem (!) Auto!)

Wir haben uns also eine ganze Woche Zeit genommen, um Nordirland anzuschauen, denn selbst wenn man das in den Tourismus-Broschüren nicht so findet, hat es unheimlich viel zu bieten.

Tour No.1: Castlerock - Mussenden Temple und Downhill Demesne (mit Zwischenstop bei b&m für allerlei Küchengerät udn Sainsbury's für ein Teesieb)

Die Mauern sind doch zum Klettern da - wozu denn sonst?
Auf dem Weg vom einem Hügel zum anderen durchqueren wir ein wunderschönen und geheimnisvollen Wald...
...am See vorbei geht es auf der anderen Seite die Böschung hinauf und wir entdecken Spuren vergangener Bewohner.
(Amon Hen, nicht wahr? (: )
Athelas

Endlich sind wir am Mussenden Temple, der majestätisch im weiten grün auf einer  hohen Klippe thront - definitiv einer meiner nordirischen Lieblingsplätze.
Und ganz in der Nähe die Ruine des herrschaftlichen Anwesens "Downhill Demesne".
Steht mir doch, nicht?

Freitag, 24. Februar 2012

Foto-Freitag! Erstens: Belfast

13 Portionen bunt. Wer findet sie alle?
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Heute ist ein besonderer Tag - der erste Foto-Freitag! Und hoffentlich ein erfolgreiches Mittel, mich an Regelmäßigkeit zu gewöhnen. Liebste Grüße! (:

Donnerstag, 23. Februar 2012

So, where in Northern Ireland are you from?

Woher aus Nordirland kommst du noch?


Letzte Woche bin ich das erste Mal so richtig in England gewesen (nicht nur auf der Durchreise). Am Montag ging es von Londonderry, dem kleinsten Flughafen, von dem ich je das Vergnügen hatte zu Fliegen – die Landebahn endet direkt am Atlantikufer – nach Liverpool – der Flughafen da heißt John Lennon und da wohnt ein gelbes U-Boot, besser bekannt als Yellow Submarine – und von dort aus weiter nach Manchester – eine äußerst interessante Stadt voller Kontraste, in der im November 1999 nur ein Briefkasten einen IRA-Bombenanschlag überlebt hat – und von dort weiter zu unserem eigentlichen Ziel Burnley – etwa eine halbe Stunde, eine am Morgen, von Manchester entfernt und voll von Hundekot. Das war ein langer Satz, aber es war auch ein langer Tag und wir Mädels waren froh, dass wir ausnahmsweise doch auf den Sofas im Billardraum des Gemeindehauses übernachten durften und uns nicht wie die Jungs auf den Teppich betten mussten.


Grund für das ganz Hin und Her ist die SWAP-Konferenz gewesen, zu der hauptsächlich alle Paisler aus Europa, aber auch einige andere Gäste eingeladen waren. Wir haben also alte Freunde wiedergetroffen, die wir im Juli in Deutschland kennengelernt hatten, aber auch viele neue Freunde kennengelernt, die in England und Deutschland arbeiten. Besonders ermutigend und interessant war es, mit Judith aus dem Hamburg-Team zu schnacken, zu hören, was so passiert und neue Ideen auszutauschen. Die Abende haben wir zusammen mit den englischen Teams verbracht, die im selben Haus wie wir untergebracht waren und um auf den Titel zurückzukommen – man hat mich doch tatschlich mindestens drei Mal für eine Irin gehalten und das von Muttersprachlern! Ich war so erfreut, dass ich es im Nachhinein mit dem Nordirischen wohl doch ein wenig übertrieben hatte und Lauren irgendwann nicht mehr so gut auf mich zu sprechen war. (:


Bis es am Freitag wieder (ebenfalls sehr abenteuerlich) zurück nach Hause ging, haben wir viele Ideen ausgetauscht, enormen Spaß gehabt und eher wenig geschlafen. Es war sehr erfrischend, einfach mal rebellisch zu denken, wie z.B. „Wenn die Jugendlichen nicht zu unserem Bibeltreffen kommen, kommen wir halt zu ihnen. Wer sagt, dass man am Freitagnachmittag nicht mal in der Fußgängerzone seine Andacht macht?“, und wir haben wieder einmal erkannt, wie viel Freiheiten und Möglichkeiten wir hier in Nordirland eigentlich haben und ich hab mich während dieser Woche wirklich jedes Mal, wenn wir in einer Schule waren, so gefreut, wie offen wir sein durften und wie sehr unsere Arbeit hier angenommen wird.

Viel ist losgewesen in den letzten Wochen und bei dem Versuch, jetzt den Alltag wieder einzuholen bleibt nicht viel Gelegenheit, davon zu berichten. Freut euch also auf…

Rückblick: Exodus Teams, Roadshow, Eislaufen in Belfast und Volleyball an der Uni!
Ausblick: Because You’re Loved – Dared to Love, Fastenwoche, Besuuuuch!

So, dann hoffe ich mal, schon sehr bald weiter zu berichten. Eieiei…
Cheers folks!


Dienstag, 31. Januar 2012

Penblwydd Hapus

Eigentlich hatte ich ja von meinem Geburtstag nichts Besonderes erwartet, doch dann ist er trotzdem (und vielleicht deswegen) doch noch richtig gut geworden.
Am Sonntag nach dem Jugendtreffen sind wir noch mit Mathew und Robski zu Raffi gegangen, haben Musik gemacht, geschnackt und um Mitternacht angestoßen. Um halb zwei war ich dann auch zu Hause und am nächsten Morgen ging's im Büro gleich weiter. In feinster Hobbitmanier konnte ich meinem Team Tee in selbstgemachten Namenstassen servieren und die haben mir wiederum einen wunderbaren Beutel voller deutscher Süßigkeit und Pumpernickel (!!, aus dem polnischen Laden um die Ecke) und eine Tasse für mich geschenkt. Ich konnte mich den ganzen Tag über Geburtstagspost und das Privileg, im Auto vorne sitzen zu dürfen, freuen und dann war es auch noch ein uniformfreier Tag!
Am Nachmittag gab es dann noch einen halben Kuchen und abends sind wir alle zusammen in den legendären Pub "The Wild Duck" gefahren. (Langsam reicht es auch einfach, dass ihr in Deutschland immer von euren Abenden im Irish Pub erzählt und ich da nicht rein darf.)
Der Tag wurde also von der ersten bis zur letzten Minute gefeiert, ich hab öfters "Happy Birthday" (bzw. "Zum Geburtstag viel Glück", "Cumpleanos Feliz", "Bonne Anniversaire" oder "Penblwydd Hapus") gesungen bekommen, als ich zählen konnte und gegen Mitternacht im übervollen Auto auf dunklen irischen Landstraßen hat man sich dann noch entschlossen, jeder etwas Nettes und Ermutigendes über das Geburtstagskind zu sagen, eine Tradition, die man gerne vielerorts einführen kann.

Danke für alle, die dazu beigetragen haben und mir einen schönen Geburtstagstag gewünscht haben, denn der Wunsch ist sicherlich in Erfüllung gegangen!

Alles Liebe, wo auch immer ihr sein mögt!